Amador Vallina

aktuelle Ausstellungen

 

22.05. – 16.06.2016

Natur | Transformation | Werden

Einzelausstellung

Vernissage 22. Mai 2016, 11:30 Uhr
Kunstverein Ingelheim e.V.

Natur | Transformation | Werden

Amador Vallina "Natur | Transformation | Werden" - Ausstellung - Plakat

26.02. – 18.07.2016

Aus dem Dunkeln ans Licht

Gemeinschaftsausstellung der Kunstinitiative LandRaum

Vernissage 26. Februar 2016, 19:00 Uhr
LandRaum Galerie, Sprendlingen

www.landraum-kunst.de

Aus dem Dunkeln ans Licht - LandRaum Sprendlingen

kommende Ausstellungen

Juni 2016 20×20-Projekt gegen Noma
25.06.2016 Mini Print Internacional de Cadaqués
01.07.2016 Viva Rheinhessen, Kunstverein Eisenturm Mainz

Wenn Amador Vallina an einem spanischen Strand spazieren geht oder sich im großen Skulpturengarten seines Hauses in Wörrstadt aufhält, dann pflegt er immer etwas Interessantes zu finden.

Woran wir Normalbürger eher achtlos und gleichgültig vorübergehen, was wir vielleicht mit den Augen beiläufig wahrnehmen, aber nicht des Aufhebens Wert befinden, darin vermag der Künstler Vallina immer etwas mit seinem geistigen Auge zu sehen: Im Alltäglichen das Besondere, im Selbstverständlichen das Wunderbare und im Verachtenswerten das Schöne.

Gleich zwei seiner spanischen Landsleute möchte ich hier zitieren, die ebenfalls wie Vallina Künstler sind bzw. waren und die ebenfalls solche Zufallsfunde in ihrem Werk auf die eine oder andere Weise verarbeiteten.
Joan Miró ist der eine, er sagte: „Die Kunst lehrt uns, nicht wie Blinde durch die Welst zu stolpern, sondern zu sehen.“
Und Pablo Picasso sekundierte: „Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.“
Amador Vallinas Kunstwerke, die in seinem Oeuvre etwa gleichwertig Skulptur, Malerei und Grafik beinhalten, sind zum größten Teil gegenstandslos.Haptische Strukturen in den Bildern, erzielt durch Verarbeitung von Naturmaterialien wie Sand, Marmorstaub, Knochen oder eingefügten Fasern und Verschmelzung dieser mit sanften Erdtönen bewirken, dass diese Bilder jenseits ihrer Ausdehnung in der Fläche auch in den Raum ausgreifen, auf den Betrachter quasi zukommen und ihn so unmittelbar zur Reaktion aufrufen.

Viele Maler, die gleichzeitig auch Skulpturen schufen, zeigen diese Tendenz in ihren Bildern: Die Auseinandersetzung mit der Fläche überwindet die traditionelle Form und führt sie über in eine reliefhafte Struktur. Durch Strukturen sinnlich erfahrbarer Natur wird diese im Bild wörtlich „begreifbar“.

Dabei versteht es Vallina, seine Zufallsfunde minimalistisch reduziert in Szene zu setzen. Die Fundstücke, ob Knospen, Holz, Knochen oder Kleintierskelette prangen zentral auf den eingefärbten Hintergründen, werden so subtil inszeniert und ihrer einstigen Profanität enthoben. Fast wie Reliquien werden sie zur Anschauung vor unseren Augen ausgebreitet und fordern uns zum Dialog mit diesem Kunstwerk heraus, wobei unsere Reaktion durchaus ambivalent sein kann und darf, auch das steckt als Inszenierung dahinter.Hier wird – bewußt oder unbewußt – ein Ausgleich gesucht. Eine Versöhnung der an sich gegensätzlichen Kunstgattungen Malerei und Plastik, aber auch eine Versöhnung der auf den ersten Blick widersprüchlichen Einheit von Kunst und Natur. Nicht bedeutungslos und erst Recht nicht nur aus ästhetischen Gründen verwendet der Künstler als immer wiederkehrendes, zentrales Motiv die runde Form in seinen Arbeiten: Mal Scheibe, mal Tondo, mal Weltenrund oder Mond oder Sonne, mal Querschnitt einer Frucht, mal Spirale.
Die runde Form hat keinen Anfang und kein Ende, sie ist in sich geschlossen, beinhaltet wie das Universum selbst den Mikrokosmos im Makrokosmos. Ein wie auch immer – selbst geringer – Teil der Natur ist pars pro toto für die gesamte Natur- transformiert in Form und Bedeutung entstehen vor unseren Augen aus unbeachteten Kleinigkeiten plötzlich Kunstwerke, die wir dann mit „anderen Augen“ zu betrachten vermögen.

Die Lesart verändert sich, transformiert sich, aus dem Zusammenhang gerissen wird das Unbeachtete zum nachhaltig Besonderen, und leise und unaufdringlich zu etwas für uns Nachdenkenswertem. Denn wenn dem Auge keine konkrete Geschichte oder Handlung geboten wird, fängt der eigene Geist an zu fliegen und sich zu bewegen. Und wie durch ein kleines Wunder sehen wir plötzlich eine Metamorphose. Die Knochen, die Pflanzenteile, sie bleiben natürlich real das was sie sind: Ein Knochen ist ein Knochen ist ein Knochen.
Aber die Bedeutungsebene hat sich durch die neu geschaffene Situation verlagert. Im Kleinen sehen wir dann das Große, in der zum Kunstwerk erhobenen Zusammenstellung wird eine harmonische Parallelwelt zur Natur geschaffen.

In dieselbe Richtung zielen auch die hier vertretenen Kleinskulpturen Amador Vallinas, welche in ihrer manieristisch überlängten Form und in dem zerrissen wirkenden sich Winden ihrer Gliedmaßen ein extrem monumentales Ausgreifen in dem umgebenden Raum inne haben. Sie stehen vereinzelt, vereinsamt und bedürfen unserer Betrachtung, damit sich die Metamorphose vor dem geistigen Auge vollziehen kann.

Ich könnte als Kunsthistorikerin jetzt auf diverse Vergleiche abzielen, Sie, verehrte Besucher, mit Informel und Lyrischer Abstraktion, mit Herleitungen, Systematik und Ableitungen bombardieren. Was ich aber nicht tun werde, keine Angst – denn nach Lessing ist zwar der Endzweck der Wissenschaft (und so auch der Kunstwissenschaft) die Wahrheit – der Endzweck der Künste hingegen das sinnliche Vergnügen.
Und diesem sinnlichen Vergnügen dürfen Sie sich jetzt ungehemmt beim Betrachten der talentierten und einfühlsamen Kunstwerke Amador Vallinas hingeben.Viel Spaß dabei und einen großen Dank an den Künstler, der uns mit solchen Augenfreuden heute hier verwöhnt.

Mainz 21.10.2011

Dr. Nicole Beyer
Kunsthistorikerin, Archäologin, Publizistin

Einzel-Ausstellungen

2016 Natur | Transformation | Werden, Kunstverein Ingelheim
2014 Kunst hoch 3, Kunstverein Eisenturm Mainz
2014 Grenzenlos, Verbandsgemeinde Wörrstadt
2014 La Naturaleza Muerta – Viva!, Galerie unterm Maulbeerbaum, Badenheim
2011 meins II, Galerie Hellbusch, Mainz
2011 Campo y Mar, Galería K im Bistro Jens, Andratx, Mallorca
2010 Obra Reciente, Galerie ArteArtesanía, Sóller, Mallorca
2009 trans.form.arte, El Pato, Son Vida, Palma de Mallorca
2008 ANSICHTSSACHE(N): Spuren, Kunstkreis Bingen, Bingen/Rhein
2007 RETRO•per•SPECTIVA, Galería Can Puig, Sóller, Mallorca
2005 Recién pintado, Agapanto, Puerto de Sóller, Mallorca
2004 m e i n s , MBA – Management & Business Akademie, Mainz
2003 Sa Vinya, Deyà, Mallorca
2003 Roots of Spain, The Bonhoga Gallery, Weisdale, Schottland
2002 ¿Ni Carne Ni Pescado?, Can Perlus, Sóller, Mallorca
2002 El Horizonte, Can Perlus, Sóller, Mallorca
2001 Pintura – Escultura, Casa de Artes, Cas Concos, Mallorca
2000 Winterausstellung 2000, Galerie Jürgen Busch, München
2000 Pintures – Escultures, Galería Can Puig, Sóller, Mallorca
1998 Tür an Tür, Wiesbaden
1998 Zeitsprünge, Kaus & Meyer, Dreieich-Buchschlag/Frankfurt/M.
1997 Galerie Schöning, Frankfurt/M.
1997 Aus4Stellungen, kunst.verladehalle, Rüsselsheim
1997 Galerie Swayambho, Wiesbaden
1996 EXit [artefacto], Wiesbaden

Gemeinschafts-Ausstellungen

s. www.amador-vallina.com/ausstellungen/

Curriculum vitae

1957 geboren in El Entrego (heute: San Martín del Rey Aurelio), Asturien, Spanien
1973 Übersiedlung nach Deutschland
1975-1983 Theater “Esperpento”, Frankfurt/M.
“Theater am Faden”, Mainz
“Theater Cocoliche”, Wiesbaden
1978 Mitbegründer der Künstler-Ateliergemeinschaft “Werkstatt”, Wiesbaden
1981-1988 Einzelausstellungen Theater-Marionetten in San Sebastián, Zaragoza,  Santiago de Compostela, Betanzos (alle Spanien), Mainz, Wiesbaden u. a.
1991-1996 Mitbegründer des Künstlerateliers [artefacto], Wiesbaden
1992/93 Arbeitsaufenthalt in Salobreña, Andalusien, Spanien
1993/94 Arbeitsaufenthalt auf Fuerteventura und Lanzarote, Gran Canaria, Spanien
1994/95 Arbeitsaufenthalt auf Teneriffa und La Palma,  Gran Canaria, Spanien
seit 1996 freischaffender Künstler im eigenen Atelier
1999-2011 weiteres Atelier auf Mallorca, Spanien
seit 2011 Atelier und Skulpturengarten in Wörrstadt / Rheinhessen

Mitgliedschaften

Essenheimer Kunstverein – Kunstforum Rheinhessen e.V.
Kunstverein Eisenturm Mainz e.V.
Kunstverein Ingelheim e.V.
ADOGI – Asociación Difusora Obra Gráfica Internacional
Arte Visión, Palma de Mallorca

Kontakt

Atelier und Skulpturengarten
Amador Vallina
Friedrich-Ebert-Straße 80
55286 Wörrstadt / Rheinhessen

info@amador.de
www.amador.de

Der spanische Künstler Amador Vallina in seiner Einzelausstellung "La Naturaleza Muerta - Viva!" in der Galerie unterm Maulbeerbaum in Badenheim

Der spanische Künstler Amador Vallina in seiner Einzelausstellung „La Naturaleza Muerta – Viva!“ in der Galerie unterm Maulbeerbaum in Badenheim

Amador Vallina

I am a multidisciplinary independent artist from Northern Spain. When I was 20 years old I started painting figurative, worked some years with different theatre groups and came back to the fine arts. I live in Germany since many years and today I work at my studio and my sculpture garden in Woerrstadt / Rhineland-Palatinate.

My main subjects are informal, abstract and non-referential mixed media paintings on canvas and paper, but also monotypes, original prints and sculptures of steel wood and paper.

I specialize in creating  rich surfaces, textured to sculptural reliefs by using multiple layers in mainly earthy shades. I not only use typical artistic materials for my compositions like pigments and acrylics but sands, ashes, rust, plants and bones.

My art work has been shown in many group and solo exhibitions in Germany, Spain, France, Netherlands and UK. And my clients include numerous private patrons across Germany, Spain, Austria, Switzerland, Denmark, UK and the United States.

You find a lot of information in english on my website amador.de: art work, bio, exhibitions, press, blog, shop … – have a look. You can contact me in english, in deutsch, en español.

Soy un artista independiente multidisciplinar del norte de España. Cuando tenía 20 años empecé a pintar figurativo, trabajé algunos años con diferentes grupos de teatro y volví a las bellas artes. Yo vivo en Alemania desde hace muchos años y en la actualidad trabajo en mi taller y mi jardín de esculturas en Woerrstadt / Renania-Palatinado.

Mis temas principales son pinturas informales, abstractas y no referenciales técnicas mixtas sobre tela y papel, como también monotipos, grabados originales y esculturas de madera, de acero y de papel.

Me he especializado en la creación de superficies ricas, texturizado de relieves escultóricos mediante el uso de múltiples capas principalmente en tonos terrosos. No sólo uso típicos materiales artísticos como pigmentos y acrílicos para mis composiciones sino también arenas, cenizas, óxido, plantas y huesos.

Mi obra de arte se ha mostrado en numerosas exposiciones colectivas e individuales en Alemania, España, Francia, los Países Bajos y el Reino Unido. Entre mis clientes se encuentran numerosos colectores privados en Alemania, España, Austria, Suiza, Dinamarca, el Reino Unido y en los Estados Unidos.

Usted encontrará una gran cantidad de información en español en mi página web amador-vallina.com: obras de arte, biografía, exposiciones, prensa, blog, tienda … – eche un vistazo. Puede ponerse en contacto conmigo en español, in english, in deutsch.

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